Damit es möglich ist, E-Commerce zu betreiben, sollte man sich mit den Webshop-Basics etwas auskennen.
Ich muss leider immer wieder feststellen, dass einigen hier das Know-how fehlt.
Nicht unbedingt, weil kein Interesse besteht.
Häufig liegt es schlicht daran, dass die technischen Grundlagen irgendwo zwischen Informatikunterricht, Lehrbuch und „Das macht unsere Agentur“ verschwinden.
Irgendwo verstehe ich natürlich auch, dass nicht jeder Programmierer sein möchte.
Ich im Übrigen auch nicht.
Gerade in Zeiten von fertigen Shopsystemen, Content-Management-Systemen, Plugins und Baukastensystemen ist es schließlich kaum noch erforderlich, selbst jede einzelne Zeile Code zu schreiben.
Verstehen sollte man die technischen Grundlagen trotzdem.
Wer im E-Commerce arbeitet, muss nicht wissen, wie man einen Webserver programmiert.
Er sollte aber wissen, was ein Server überhaupt macht.
Ebenso sollte man den Unterschied zwischen Frontend und Backend kennen, verstehen, welche Aufgabe eine Datenbank übernimmt und zumindest grob einordnen können, was HTML, CSS, JavaScript, PHP, Domain, URL und CMS bedeuten.
Denn irgendwann kommt der Moment, an dem etwas nicht funktioniert.
Dann hilft es ausgesprochen wenig, wenn man zwar weiß, wo man im Shopsystem auf „Speichern“ klicken muss, aber keine Ahnung hat, was hinter dem eigenen Webshop eigentlich passiert.
Genau darum geht es bei den Webshop-Basics.
Nicht darum, aus einem Kaufmann oder einer Kauffrau im E-Commerce einen Programmierer zu machen.
Sondern darum, die technischen Zusammenhänge eines Webshops zu verstehen und sich in der digitalen Welt nicht vollständig auf andere verlassen zu müssen.
Aufbau von Webshops
Der technische Aufbau eines Webshops kann durchaus unterschiedlich sein.
Das Grundprinzip bleibt für die Webshop-Basics jedoch zunächst überschaubar.
Wir unterscheiden zwischen Frontend und Backend.
Auf der einen Seite haben wir das Backend. Das ist der Bereich, welcher den Betreibern der Website bzw. des Shops vorbehalten ist. Hier werden beispielsweise Produkte angelegt, Bestellungen bearbeitet, Inhalte erstellt oder Einstellungen vorgenommen.
In diesem Bereich erstelle ich zum Beispiel gerade diesen Beitrag für dich.
Auf der anderen Seite befindet sich das Frontend.
Das ist der Bereich, welchen der User bzw. Visitor einer Website zu Gesicht bekommt.
Also genau das, was Du gerade vor dir hast.
Backend = dort wird gearbeitet.
Frontend = dort wird betrachtet, gesucht, geklickt und im Webshop hoffentlich auch gekauft.
So einfach kann der Einstieg sein.
Natürlich wird es technisch dahinter noch deutlich umfangreicher.
Für die Webshop-Basics reicht uns an dieser Stelle aber zunächst dieses Grundverständnis.
Datenbanken und Webshop-Basics
Die letzte Zeit musste ich mich leider häufig mit Datenbanken auseinandersetzen.
Halten wir einfach fest:
Datenbanken sind für moderne Websites und Webshops von zentraler Bedeutung.
Weiterhin basiert E-Commerce historisch auf dem Versandhandel.
Während wir früher in dicken Katalogen jene Artikel markiert haben, welche wir anschließend bestellen wollten, legen wir diese heute beispielsweise auf einem Merkzettel ab oder direkt in den Warenkorb.
Die Daten hierfür müssen irgendwo gespeichert und verwaltet werden.
Und genau hier kommen Datenbanken ins Spiel.
Die Aufgabe eines Datenbanksystems besteht vereinfacht gesagt darin, Daten strukturiert zu speichern, zu verwalten und wieder bereitzustellen.

In einem Webshop können das beispielsweise sein:
- Artikelnummern
- Produktnamen
- Produktbeschreibungen
- Preise
- Lagerbestände
- Kategorien
- Kundendaten
- Bestellungen
- Zahlungsinformationen bzw. Informationen zur Zahlungsabwicklung
- Bilder und weitere Produktinformationen
Natürlich liegt nicht alles davon zwangsläufig in einer einzigen Datenbank.
Das wäre schließlich auch viel zu einfach.
Datenbankstruktur
Eine Datenbank besteht vereinfacht betrachtet aus den gespeicherten Daten und einem Datenbankmanagementsystem.
Die Daten selbst sind beispielsweise Produktinformationen.
Das Datenbankmanagementsystem übernimmt die Verwaltung und ermöglicht es, diese Daten zu speichern, abzurufen, zu verändern oder zu löschen.
Das hat aber nichts mit der dunklen und guten Seite der Macht gemein.
Daten müssen strukturiert abgelegt werden.
Gerade bei einem Webshop ist das wichtig, denn hier können schnell tausende Produkte, Varianten, Kunden und Bestellungen zusammenkommen.
Für den Kaufmann bzw. die Kauffrau im E-Commerce ist dabei weniger entscheidend, selbst Datenbankstrukturen zu programmieren.
Viel wichtiger ist es, zu verstehen, dass hinter den sichtbaren Informationen eines Webshops strukturierte Daten stehen.
Wenn ich im Frontend ein Produkt aufrufe, wird dieses schließlich nicht irgendwo im Internet aus einer Schublade gezogen.
Die benötigten Informationen werden aus den vorhandenen Datenbeständen abgerufen und anschließend im Frontend dargestellt.
Ich finde, dass diese Informationen für z.B. den Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce (IHK) völlig ausreichend sind und 1:1-Beziehung,1: n-Beziehung oder gar das Entity-Relationship-Modell (ERM) eher etwas für Programmierer sind.
Datenbanksprachen
Wir alle müssen kommunizieren.
Nach einem Axiom von Watzlawick ist es prinzipiell nicht möglich – nicht zu kommunizieren.
Dies trifft zumindest sinngemäß auch auf Datenbanken zu.
Genau hierfür existieren dann jedoch Datenbanksprachen, welche Bewirken das diese entsprechende Befehle ausführen und auch Aufgaben erledigen.
Hierfür existieren Datenbanksprachen. Sie ermöglichen es, Daten abzufragen, zu verändern oder bestimmte Aufgaben innerhalb eines Datenbanksystems auszuführen.
Eine der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Datenbanksprachen ist SQL – Structured Query Language.
Ein paar grundlegende Begriffe und Zusammenhänge zu kennen, kann durchaus sinnvoll sein.
Ein Kaufmann bzw. eine Kauffrau im E-Commerce muss deshalb aber noch lange kein SQL-Entwickler werden.
Das ist ein Unterschied.
Rationale und Dokumentenbasierte Datenbanken
Jetzt wird es ein kleines bisschen technischer.
Bei relationalen Datenbanken werden Daten in Tabellen strukturiert. Diese Tabellen können miteinander in Beziehung stehen.
Genau hier kommen irgendwann Begriffe wie Datensätze, Tabellen, Primärschlüssel oder Beziehungen ins Spiel.
Und ja. Auch das Thema Entity-Relationship-Modell bzw. ERM existiert.
Ich finde allerdings weiterhin, dass für die grundlegenden Webshop-Basics ein Verständnis dafür genügt, dass Daten strukturiert gespeichert werden und miteinander verknüpft sein können.
Wer später Datenbanken administrieren oder programmieren möchte, darf sich selbstverständlich noch deutlich intensiver mit 1:1-, 1:n- und n beschäftigen.
Für den Einstieg in den E-Commerce müssen wir jetzt aber nicht aus jedem Kaufmann einen Datenbankentwickler machen.
Neben relationalen Datenbanken gibt es auch dokumentenorientierte Datenbanken. Diese speichern Informationen nicht zwingend in klassischen Tabellenstrukturen, sondern beispielsweise als Dokumente.
Hier sollte man insbesondere eines nicht miteinander verwechseln:
XML ist ein Datenformat und nicht automatisch eine dokumentenorientierte Datenbank.
XML kann hierarchisch strukturierte Daten abbilden und wird beispielsweise zur Übertragung oder Speicherung von Informationen eingesetzt.
Damit soll es für den Einstieg in Datenbanken und Webshop-Basics auch erst einmal reichen.
Wir wollen schließlich einen Webshop verstehen und nicht morgen Oracle übernehmen.
Server, Host und Cloud (Webshop-Basics)
Um E-Commerce zu verstehen, muss man auf jeden Falle wissen, was es mit den diesen drei Begriffen auf sich hat.
Auch aus dem Grund des Verständnis, um Kosten und die Strukturen.
Server
Ein Server ist vereinfacht gesagt ein Rechner, der Dienste für andere Rechner oder Anwendungen bereitstellt.
Das klingt zunächst einmal spektakulärer, als es ist.
Auch ein Server ist letztendlich ein Computer.
Der Unterschied besteht vor allem darin, welche Aufgabe dieser Computer übernimmt.
Während der heimische Rechner hauptsächlich dafür verwendet wird, dass wir daran arbeiten, spielen, Videos schauen oder uns über irgendwelche Updates ärgern, stellt ein Server beispielsweise Webseiten, Dateien, Datenbanken oder andere Dienste zur Verfügung.
Rufen wir eine Website auf, kommunizieren wir also nicht einfach mit einer magischen Internetwolke.
Wir stellen eine Anfrage.
Der Server verarbeitet diese Anfrage und liefert die benötigten Informationen zurück.
Bei einem Webshop kann das beispielsweise bedeuten, dass der Server die angeforderten Dateien bereitstellt, auf eine Datenbank zugreift und anschließend die notwendigen Inhalte an den Browser übermittelt.
Der Browser macht daraus dann das, was wir als Website sehen.
Client-Server-System
Damit sich der Kreis mit Server und Client schließen kann hier eine kleine selbst erstellte Grafik.

Host
Im Kontext einer Website oder eines Webshops greifen die meisten eher auf einen Host zu.
Zu Deutsch handelt es sich dabei um eine Herberge.
Aber eben nicht für Schüler im Sommer, sondern für die Website bzw. den Webshop.
Auch ich verwende einen Host.
Dort liegt mein WordPress und dieser Anbieter stellt mir gegen eine monatliche Gebühr das Betriebssystem und die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung.
Der Begriff Host sorgt regelmäßig für Verwirrung.
Ein Host ist zunächst einmal ein Rechner bzw. ein System, das innerhalb eines Netzwerks Dienste oder Ressourcen bereitstellt oder ansprechbar ist.
Im Zusammenhang mit Websites wird der Begriff häufig etwas anders verwendet.
Wenn wir beispielsweise Webhosting kaufen, mieten wir vereinfacht gesagt Speicherplatz und technische Ressourcen bei einem Hosting-Anbieter. Dort werden unsere Website-Dateien und gegebenenfalls weitere Bestandteile unseres Webauftritts bereitgestellt.
Der Hosting-Anbieter stellt also die technische Infrastruktur zur Verfügung.
Und genau deshalb spricht man von Webhosting.
Auch hier gibt es verschiedene Vorteile und Nachteile.
Siehe auch Server.
Gerade, was Daten betrifft, vielleicht noch ein wichtiger Hinweis.
Es ist notwendig, den Host in der Datenschutzerklärung zu erfassen.
Ebenso macht es auf Basis der DSGVO Sinn, sich für einen europäischen Provider zu entscheiden.
Gehe immer davon aus, dass die Daten dort zumindest »umgeschlagen« werden.
In jedem Falle wirst Du einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung haben.
Hosting
Beim Hosting wird unsere Website nicht einfach auf irgendeinem Rechner im Büro abgelegt.
Sie benötigt eine Umgebung, aus der sie über das Internet erreichbar ist.
Ein Hosting-Paket kann je nach Anbieter und Tarif beispielsweise Speicherplatz, Datenbanken, E-Mail-Postfächer, SSL/TLS-Zertifikate, Domainverwaltung und weitere technische Leistungen enthalten.
Welche Leistungen tatsächlich enthalten sind, hängt vom jeweiligen Hosting-Angebot ab.
Hier sollte man deshalb auch nicht blind auf die billigste Variante setzen.
Ein Webshop, der mehrere tausend Besucher gleichzeitig verarbeiten muss, hat schließlich andere Anforderungen als eine kleine Website mit zehn Besuchern am Tag.
Das dürfte einleuchten.
Server, Host und Hosting – kurz erklärt
Damit wir uns nicht in technischen Begriffen verlieren, hier noch einmal die Kurzfassung:
Server: Ein Rechner bzw. System, das Dienste oder Ressourcen bereitstellt.
Host: Ein im Netzwerk erreichbares System bzw. Gerät, das solche Dienste bereitstellen oder nutzen kann. Der Begriff wird je nach Zusammenhang etwas unterschiedlich verwendet.
Hosting: Die Bereitstellung von Speicherplatz, Rechenleistung und weiteren technischen Ressourcen für Websites oder andere Anwendungen durch einen Hosting-Anbieter.
Und dann gibt es noch die Cloud.
Die Cloud gab es übrigens bereits vor der Cannabis-Legalisierung.
Sie ist also nicht plötzlich aus dem Boden geschossen, nachdem Cannabis in Deutschland legal wurde.
Cloud
Bei der Cloud werden Daten, Anwendungen oder Rechenleistungen nicht ausschließlich auf einem eigenen lokalen Rechner bereitgestellt, sondern über entfernte IT-Infrastrukturen genutzt.
Auch hier gilt:
Die Cloud ist kein mystischer Ort irgendwo über den Wolken.
Hinter der Cloud stehen ebenfalls Server.
Sehr viele Server.
Und diese Server stehen irgendwo in Rechenzentren.
Wer also behauptet, seine Daten seien „in der Cloud“, hat damit noch lange nicht erklärt, wo sie tatsächlich liegen, wer die Infrastruktur betreibt oder welche technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen gelten.
Für den E-Commerce ist das durchaus relevant.
Denn moderne Webshops können auf unterschiedlichen technischen Infrastrukturen betrieben werden. Vom klassischen Webhosting über virtuelle Server bis hin zu umfangreichen Cloud-Infrastrukturen ist vieles möglich.
Für die Webshop-Basics müssen wir uns deshalb nur eines merken:
Die Cloud ersetzt keine Server. Sie verändert vor allem die Art und Weise, wie IT-Ressourcen bereitgestellt und genutzt werden.
Damit können wir diesen Ausflug in die Infrastruktur auch wieder verlassen.
Schließlich wollen wir einen Webshop betreiben und kein eigenes Rechenzentrum eröffnen.
Domain, URL und DNS (Webshop-Basics)
Wenn wir einen Webshop besuchen möchten, geben wir normalerweise eine Adresse in den Browser ein.
Zum Beispiel:
stefan-noffke.de
Das ist eine Domain.
Die Domain ist vereinfacht gesagt der menschenlesbare Name, unter dem eine Website im Internet erreichbar ist.
Das ist deutlich angenehmer als eine Zahlenkombination.
Denn theoretisch könnten wir uns natürlich auch die IP-Adresse eines Servers merken.
Praktisch würde das ungefähr so viel Spaß machen, wie Telefonnummern auswendig zu lernen, obwohl es Telefonbücher gibt.
Was ist eine Domain?
Eine Domain besteht aus mehreren Bestandteilen.
Bei
ist .de die Top-Level-Domain.
stefan-noffke ist die Second-Level-Domain.
www ist eine Subdomain bzw. ein Hostname, der in diesem Zusammenhang häufig für den Webdienst verwendet wird.
Wichtig ist dabei:
www und die Domain sind nicht automatisch dasselbe.
Eine Website kann beispielsweise unter
https://Website.de
und unter
https://www.Website.de
erreichbar sein.
Ob beide Varianten tatsächlich auf dieselbe Website führen, hängt von der technischen Konfiguration ab.
Was ist eine URL?
Die Domain ist aber noch nicht zwangsläufig die vollständige Adresse einer einzelnen Seite.
Dafür gibt es die URL.
URL steht für Uniform Resource Locator.
Eine URL kann beispielsweise so aussehen:
https:// Stefan-Noffke.de/webshop-basics
Hier steckt schon deutlich mehr Information drin.
https:// bezeichnet das verwendete Protokoll.
stefan-noffke.de ist die Domain.
/webshop-basics/ bezeichnet den Pfad zur konkreten Ressource bzw. Seite.
Eine URL kann außerdem noch weitere Bestandteile enthalten, beispielsweise Query-Parameter oder Fragmente.
Für die Webshop-Basics reicht zunächst:
Domain = Adresse bzw. Name des Webauftritts
URL = vollständige Adresse einer bestimmten Ressource
Das ist ein kleiner, aber wichtiger Unterschied.
Und was macht DNS?
Jetzt fehlt eigentlich nur noch die Frage:
Woher weiß der Computer überhaupt, welcher Server hinter einer Domain steckt?
Hier kommt das Domain Name System, kurz DNS, ins Spiel.
DNS funktioniert vereinfacht wie ein Übersetzungssystem.
Wir geben eine Domain ein.
Das DNS hilft dabei, die dazugehörige technische Adresse bzw. die passenden DNS-Einträge zu ermitteln.
Der Browser kann anschließend die Verbindung zum entsprechenden Ziel herstellen.
Ganz grob:
Domain → DNS → IP-Adresse bzw. Ziel → Server
Natürlich ist das DNS technisch deutlich komplexer. Es gibt unterschiedliche Record-Typen und verschiedene Möglichkeiten, Domains auf Dienste zu verweisen.
Für den Einstieg in den E-Commerce müssen wir aber nicht gleich DNS-Administrator werden.
Warum ist das für einen Webshop wichtig?
Weil eine Domain mehr ist als ein hübscher Name.
Sie ist ein zentraler Bestandteil der Identität eines Webshops.
Die Domain wird in der Werbung verwendet, auf Rechnungen, Visitenkarten, Verpackungen, Social-Media-Profilen und natürlich in den Suchergebnissen.
Ein Wechsel der Domain kann deshalb erhebliche Auswirkungen haben.
Und auch die technische Konfiguration muss stimmen.
Wenn die Domain nicht richtig auf das Hosting bzw. die entsprechende Infrastruktur zeigt, kann der schönste Webshop existieren und trotzdem niemanden erreichen.
Das ist dann ungefähr so, als würde man ein Ladengeschäft bauen, aber vergessen, die Adresse anzugeben.
Domain ist nicht gleich Website
Eine Domain ist außerdem nicht automatisch eine Website.
- Man kann eine Domain besitzen, ohne dort überhaupt eine Website zu betreiben.
- Mit einer Domain auf einen anderen Dienst weiterleiten.
- Man kann mehrere Domains auf dieselbe Website zeigen lassen.
Und man kann innerhalb einer Domain zahlreiche einzelne Seiten und Anwendungen betreiben.
Die Domain ist also eher die Adresse, nicht das komplette Haus.
Was sich dahinter befindet, hängt von der technischen Infrastruktur und deren Konfiguration ab.
Und damit wären wir bei einem weiteren wichtigen Bestandteil der Webshop-Basics angekommen:
dem Browser.
Der Browser
Jetzt haben wir Server, Hosting, Domain, URL und DNS kennengelernt.
Aber irgendjemand muss das Ganze ja noch zusammenbringen.
Dafür gibt es den Browser.
Der Browser ist die Software, mit der wir Websites und Webanwendungen aufrufen und nutzen. Zu den bekannten Browsern gehören beispielsweise Chrome, Firefox, Safari und Edge.
Und nein, der Browser ist nicht einfach nur das Programm, in dem man oben eine Internetadresse eintippt.
Er hat deutlich mehr zu tun.
Was passiert beim Aufruf eines Webshops?
Nehmen wir an, jemand gibt folgende URL in den Browser ein:
https:// Stefan-Noffke.de/webshop-basics
Der Browser muss zunächst herausfinden, wohin die Anfrage gehen soll.
Dafür kommen unter anderem DNS und die technische Konfiguration der Domain ins Spiel.
Anschließend wird eine Verbindung zum entsprechenden Server hergestellt.
Der Server liefert die angeforderten Ressourcen zurück.
Und jetzt kommt der interessante Teil:
Der Browser muss daraus eine Website machen.
Denn der Server schickt uns nicht einfach ein fertiges Bild der Website.
Er liefert unter anderem Dateien und Daten, die der Browser verarbeitet.
Content-Management-Systeme und Shop Systeme (Webshop-Basics)
So. Jetzt geht es in das Eingemachte.
Eine Website oder einen Webshop erstellen.
CMS (Content Management System)
Reine Websites zu erstellen, ist in den heutigen nicht wirklich schwer.
Hierzu werden sogenannte CMS verwendet.
In Deutsch übersetzt handelt es sich hierbei um Systeme, welche den Inhalt verwalten.
Wie schon häufig auf meiner Website erwähnt nutzte ich persönlich WordPress.
Hierbei handelt es sich um eine kostenlose Open-Source Software (frei zugänglicher Quellcode), welche recht intuitiv in der Bedienung ist.
Daneben gibt es auch noch weitere wie z.B. TYPO3 oder Joomla und noch einige weitere.
Die Funktion der Programme ist jedoch weitgehend identisch.
Content erstellen, bearbeiten und auch Organisieren.
Egal ob Texte, Bilder einbinden, Videos oder Media-Dokumente, wie z.B. eine PDF-Datei.
Technischer Aufbau eines CMS (Webshop-Basics)
Interessant für den einen oder anderen sollte noch der technische Aufbau bzw. Hintergrund eines CMS, wie z.B. WordPress, sein.
HTML
Eine der wichtigsten Technologien dabei ist HTML.
HTML steht für HyperText Markup Language.
Es beschreibt die Struktur einer Webseite.
Überschriften, Absätze, Listen, Links, Bilder und viele weitere Bestandteile können mit HTML strukturiert werden.
Man kann sich HTML deshalb vereinfacht als das Grundgerüst einer Website vorstellen.
Ohne Grundgerüst wird es schwierig.
Und nein, HTML ist keine Programmiersprache.
Das darf man sich ruhig merken.
HTML ist eine Auszeichnungssprache.
Ich kann jedem Betreiber einer Website oder zukünftigen Webshop-Vertrieb nur nahelegen, sich zumindest Grundkenntnisse in diesem Bereich anzueignen.
Wie in meinem Beitrag zum Thema Linkbuilding geschrieben, kann ich die kostenlose Lernsoftware SELF-HTML jedem empfehlen.
Hiermit habe ich mich Mitte der 90er Jahre auch einmal intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt.
Aus diesem Jahr stammt auch das Programm 1995.
Um sich den Seitenquelltext einer Website anzeigen zu lassen genügt es das Menü mit der linken Maustaste zu öffnen und dann »Seitenquelltext anzeigen auszuwählen«.

CSS (Cascading Stylesheed)
Dann kommt CSS.
CSS steht für Cascading Style Sheets.
CSS kümmert sich vereinfacht gesagt um die Darstellung.
Schriftgrößen, Abstände, Farben, Positionierungen und viele weitere Gestaltungselemente werden über CSS beeinflusst.
Wenn HTML das Grundgerüst eines Hauses ist, können wir CSS als einen Teil der Gestaltung betrachten.
Oder etwas weniger bildlich:
HTML beschreibt, was da ist.
CSS beschreibt, wie es dargestellt wird.
Ganz so einfach ist es technisch natürlich nicht. Für die Webshop-Basics reicht diese Vorstellung aber völlig aus.
Aber keine Angst „Neulinge des schnellen Geldes“ mittels Dropshipping.
Die heutigen CMS Systeme ermöglichen durch das GUI (Graphical User Interface) und Drag and Drop eine komfortable Bedienung und Einrichtung.
Da der Aufwand, Internetseiten mit einfachen Texteditoren zu erstellen, zu aufwändig wurde, kamen o.g. Programme hinzu, welche es mittels Editoren ermöglichen, ohne Programmierkenntnisse Websites und Shops binnen kürzester Zeit zu erstellen.
HTML und WYSIWYG-Editoren
Ein HTML-Editor ist in der Lage, HTML, JavaScript und CSS zu verarbeiten.
Damit nichts schiefgeht verfügen diese über eine automatisierte Fehleranalyse und stellen einzelne Sektionen eines Script durch farbliche Markierungen dar.
Der WYSIWG-Editor ist meist »voreingestellt«.
In WP musst Du erst zum HTML-Editor umschalten und ansonsten gilt:
What you see is what you get bzw.
Was Du siehst, ist was Du bekommst.
Alles ist visuell dargestellt.
Du änderst die Farbe von Grün in Rot.
Du siehst es, Du musst nicht im Quellcode Colour Red oder Blue manuell eintippen.
Einen letzten Punkt zum technischen Aufbau eines CMS möchte ich dir noch mit auf die Reise geben.
File Transfer Protocol (FTP)
Sorry, das es so viele Abkürzungen und Begriffe sind.
Dennoch sind alle für das Grundverständnis als Webshop-Basics erforderlich.
Das Filetransferprotokoll oder kurz FTP dient der Datenübertragung zwischen einem Internetserver und einem Client.
Beides kannst Du weiter oben nochmals nachlesen.
Das Programm ist entweder bereits in der Internetsoftware integriert oder man nutzt ein Extraprogramm, wie ich als Beispiel.
Damit ich auf gewisse Dateien meiner Website direkt zugreifen kann benötige ich hin und wieder FileZilla.
Ein Freeware-Tool um auf meine Dateien zugreifen zu können, welche bei meinem Provider / Host bzw. auch Anbieter liegen.
Das war es aber wirklich mit diesem technischen Kram. Fast.

JavaScipt und PHP
Da habe ich doch fast zwei wichtige Begriffe der Webshop-Basics übersehen.
Nicht übersehen, sondern vergessen darüber zu schreiben.
Was hat es nun noch damit auf sich?
JavaScript:
JavaScript ist eine Programmiersprache, die im Web unter anderem dafür verwendet wird, Webseiten interaktiv zu machen.
Wenn sich nach einem Klick etwas verändert, Inhalte dynamisch nachgeladen werden, Formulare reagieren oder bestimmte Funktionen direkt im Browser ausgeführt werden, kann JavaScript daran beteiligt sein.
Und hier wird es für den E-Commerce interessant.
Denn moderne Webshops bestehen längst nicht mehr nur aus statischen Produktseiten.
Warenkörbe, Filter, Varianten, Produktkonfiguratoren, Suchfunktionen und viele andere Funktionen können mit JavaScript umgesetzt oder unterstützt werden.
Das bedeutet aber nicht, dass JavaScript für jede Funktion eines Webshops zwingend erforderlich ist.
Auch hier lohnt sich ein wenig Differenzierung.
Der Browser als Übersetzer
Der Browser verarbeitet also verschiedene Bestandteile und stellt sie für uns sichtbar und nutzbar dar.
Vereinfacht könnte man sagen:
Server liefert → Browser verarbeitet → Mensch sieht und bedient
Dabei arbeitet der Browser nicht ausschließlich mit HTML, CSS und JavaScript. Moderne Websites bestehen aus vielen weiteren Komponenten und Technologien.
Für die Webshop-Basics sollten wir uns jedoch zunächst diese drei merken.
HTML = Struktur
CSS = Darstellung
JavaScript = Interaktion und Programmlogik im Browser

Wichtig zu erwähnen ist, das JavaScript im Browser des Client ausgeführt wird.
Und jetzt kommt noch ein wichtiger Punkt:
Nicht alles, was auf einer Website passiert, passiert im Browser.
Ein Teil der Arbeit findet auf dem Server statt.
Und genau deshalb haben wir uns vorher überhaupt mit Servern und Datenbanken beschäftigt.
PHP
Wenn beispielsweise ein Kunde eine Bestellung abschickt, passiert deutlich mehr, als dass der Browser einfach einen Knopf drückt.
Die Anfrage wird an den Server übertragen.
Dort wird sie verarbeitet.
Daten können in einer Datenbank gespeichert werden.
Zahlungs- oder Versandprozesse können angestoßen werden.
Anschließend erhält der Browser eine entsprechende Antwort.
Der Browser ist also ein wichtiger Bestandteil des Webshops – aber eben nicht der gesamte Webshop.
PHP bzw. Personal Home Page Tools ist für die Darstellung dynamischer Websites erforderlich.
Im Unterschied zu Java wird das PHP-Script auf dem Webserver ausgeführt.
Beispiele hierfür sind u.a. die Suchfunktion, aber auch die Datenablage.
Kindly Reminder – eine unfreundliche Erinnerung, das phpMyAdmin ein Tool ist, welches Anlage und Verwaltung von Datenbanken ermöglicht.

Browser sind nicht gleich
Und weil wir gerade beim Thema sind:
Ein Webshop sollte nicht ausschließlich in dem Browser getestet werden, den der Entwickler gerade auf seinem Rechner installiert hat.
Chrome ist nicht Firefox.
Firefox ist nicht Safari.
Safari ist nicht Edge.
Und ein Desktop-Browser ist wiederum nicht dasselbe wie ein Browser auf einem Smartphone.
Dazu kommen unterschiedliche Bildschirmgrößen, Betriebssysteme, Eingabemöglichkeiten und Einstellungen.
Wer einen Webshop betreibt, sollte deshalb darauf achten, dass die wichtigsten Funktionen auch unter unterschiedlichen Bedingungen funktionieren.
Denn der Kunde interessiert sich relativ wenig dafür, warum sein Warenkorb gerade nicht funktioniert.
Er möchte einfach bestellen.
Und wenn das nicht funktioniert, bestellt er möglicherweise woanders.
Das ist dann kein Browserproblem mehr.
Das ist ein E-Commerce-Problem.
Und sehr, sehr viele machen exakt diesen Fehler!
Ich erstelle Content und das passt schon.
Zumindest an dem PC oder auch Smartphone, an welchem dieser erstellt wird.
Oder, was ich liebe:
Mein CMS hat Responsive Design.
Das ist schön für das System.
Es heißt aber nicht, das die Seiten auf den gängigen Geräten auch gut wirken.
Shop Systeme (Webshop-Basics)
Jetzt wird es langsam interessant.
Wir wissen inzwischen, dass hinter einem Webshop deutlich mehr steckt als ein paar Produktbilder, ein Warenkorb und ein „Kaufen“-Button.
Damit wir daraus aber tatsächlich einen funktionierenden Webshop bauen können, brauchen wir nicht zwangsläufig einen Entwickler, der jede einzelne Funktion selbst programmiert.
Hier kommen Shopsysteme ins Spiel.
Ein Shopsystem ist eine Software, mit der sich ein Online-Shop erstellen, verwalten und betreiben lässt.
Je nach System können damit beispielsweise Produkte angelegt, Preise verwaltet, Bestellungen bearbeitet, Kundendaten verwaltet, Zahlungsmethoden eingebunden und Versandprozesse unterstützt werden.
Das Shopsystem bildet damit einen wesentlichen Teil der technischen Grundlage eines Webshops.
Was macht ein Shopsystem?
Ein Shopsystem übernimmt viele Aufgaben, die wir für den Betrieb eines Online-Shops benötigen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Produktverwaltung
- Kategorien und Varianten
- Preis- und Bestandsverwaltung
- Warenkorb
- Bestellabwicklung
- Kundenverwaltung
- Zahlungsanbindung
- Versandoptionen
- Rabattcodes und Gutscheine
- Suchfunktionen
- Schnittstellen zu anderen Systemen
- Auswertungen und Statistiken
Welche Funktionen tatsächlich vorhanden sind, hängt vom jeweiligen Shopsystem ab.
Manche Systeme bringen sehr viele Funktionen bereits mit.
Andere lassen sich über Erweiterungen, Plugins oder Apps ergänzen.
Und genau hier beginnt die Auswahl des richtigen Systems.
Das Shopsystem ist nicht der Webshop
Ein wichtiger Unterschied:
Das Shopsystem ist nicht automatisch der komplette Webshop.
Das Shopsystem stellt die technische Grundlage bereit.
Der eigentliche Webshop besteht aus deutlich mehr.
Dazu gehören beispielsweise das Design, die Inhalte, Produktdaten, Bilder, Texte, rechtliche Informationen, Zahlungsanbieter, Versanddienstleister, Tracking, Marketing und natürlich die eigentliche technische Infrastruktur.
Ein Shopsystem kann also sehr viel.
Es ersetzt aber nicht automatisch die Planung eines Online-Shops.
Das ist ungefähr so, als würde man behaupten, ein Herd sei bereits ein Restaurant.
Technisch vorhanden.
Kulinarisch noch völlig offen.
Welche Shopsysteme gibt es?
Auf dem Markt existieren zahlreiche unterschiedliche Systeme.
Beispiele sind:
- Shopware
- WooCommerce
- Shopify
- Magento bzw. Adobe Commerce
- PrestaShop
- OpenCart
Und das ist nur eine kleine Auswahl.
Die Systeme unterscheiden sich teilweise erheblich.
Sie können beispielsweise unterschiedlich betrieben, erweitert und an andere Systeme angebunden werden.
Auch die Frage, ob ein Shopsystem als SaaS-Lösung genutzt oder selbst betrieben wird und ob es sich um Open-Source-Software handelt, spielt bei der Auswahl eine Rolle.
Darauf gehen wir an dieser Stelle allerdings nicht weiter ein.
Denn bevor wir einen Webshop aufbauen, sollten wir zunächst einmal verstehen, was technisch überhaupt dahintersteckt.
Wer wissen möchte, wie die Auswahl eines Shopsystems funktioniert und welche Möglichkeiten beim Aufbau eines eigenen Onlineshops bestehen, findet dazu einen eigenen Beitrag:
Für die Webshop-Basics reicht zunächst:
Ein Shopsystem ist ein Werkzeug für den Betrieb eines Online-Shops.
Und welches Werkzeug das richtige ist, hängt davon ab, was damit gebaut werden soll.
Das Recht der Webshop-Basics
Wichtig zu Wissen ist definitiv, das hierbei viele auch rechtliche Aspekte einzuhalten sind.
Für einen Webshop sind wesentlich mehr Seiten vorgeschrieben als für eine Website.
Dennoch sollte ich an dieser Stelle kurz die obligatorischen Seiten aufführen, welche vorhanden sein müssen.
Erforderliche Seiten / Pages für Websites und Webshop (Webshop-Basics)
Für Websites sind folgende Seiten relevant:
- Startseite statisch oder dynamisch bei einem Blog.
- Das Impressum, welches über den Betreiber der Website oder des Webshop informiert.
- Die Datenschutzerklärung, welche Auskunft darüber gibt, welche Daten in welchem Umfang zu welchem Zweck erhoben werden.
Auf die Startseite werde ich irgendwann einmal genauer eingehen – im Rahmen UX wahrscheinlich.
Einer meiner ersten Beiträge war zum Thema Datenschutzerklärung.
Haken dran. Zum Impressum habe ich noch keinen Beitrag.
Es lohnt sich quasi gar nicht wirklich, daher Fackel ich das hier einfach mal mit ab.
Anbieterkennzeichnung / Impressum
Das Impressum einer Website muss für alle Auftritte im Internet angegeben werden, welche einen kommerziellen Charakter haben, oder auch Gewinne erzielen könnten.
Ganz wie die meinige. Und seid es nur ein Euro.
Pflichtangaben in einem Impressum sind grundsätzlich:
- Der Seitenbetreiber
- Bei Redaktionellen Inhalten, wie einem Blog, der für den Inhalt Verantwortliche
- Name und Vorname des Seitenbetreibers
- Die Anschrift des Betreibers der Website / des Webshop
- Eine E-Mail Adresse
- Eine Rufnummer oder die Möglichkeit einer schnellen Kontaktaufnahme
Anmerkung nur am Rande.
Die Pflichtangaben der Anbieterkennzeichnung betreffen auch Influencer.
Social-Media Profile müssen immer über eine Anbieterkennzeichnung verfügen oder einen direkt aufrufbaren Link zum Impressum der Website!
Für ein Unternehmen (mitunter freiberuflich Selbstständige) kommen noch folgende weitere Angaben hinzu:
- Die Rechtsform (GbR, GmbH usw.)
- Vertretungsberechtigte
- Die Umsatzsteuernummer, wenn vorhanden
- Der Registereintrag, wenn vorhanden
Für bestimmte Tätigkeiten bzw. Bereiche gibt es noch weiterhin berufsspezifische Pflichtangaben.
Dies betrifft z.B. Anwälte, Steuerberater oder Apotheken. Ich merke an.
Diese Angaben sind ohne Webshop für eine reine Website erforderlich.
Bei Webshops kommen zu o.g. Pages / Seiten noch folgende weitere verpflichtend oder obligatorisch hinzu:
- Die AGB
- Eine Widerrufsbelehrung nebst Widerrufsformular (Widerrufsrecht)
- Die FAQ
- Die Kontakt-Seite
- Je nach Sortiment Batterieentsorgung uvm.
Seiten / Pages für Webshops
Das Widerrufsrecht findest Du bereits auf meiner Website.
Ebenso die FAQ und unter einer Kontaktseite kann sich jeder etwas vorstellen.
Themen wie z.B. die Batterieentsorgung oder die Textilkennzeichnungsverordnung sind zu spezifisch auf eine Branche bezogen.
Für einen Webshop gilt es die AGB zu verfassen. Auch besser bekannt als das »Kleingedruckte«.
Bei Websites sind es häufig die Nutzungsbedingungen.
Der Unterschied zu den AGB ist, das diese Bestandteil eines Kaufvertrag werden.
Wie bei dem Thema Impressum lohnt sich für mich hierzu nicht einen separaten Blogbeitrag zu erstellen, so das ich gleich hier kurz darauf eingehen werde.
Die AGB
Bei den AGB handelt es sich um Vertragsbedingungen, welche für eine Vielzahl von Verträgen vorformuliert werden.
Die Gründe, welche aus Sicht eines Onlineshops für AGB sprechen sind u.a. die Begrenzung des individuellen Vertragsrisikos (z.B. Eigentumsvorbehalt) und die Zeit- und Kostenersparnis.
Gehe einfach davon aus, das Du nicht zu jeder Bestellung im Internet (Kaufvertrag) alles individuell für Müller, Maier und Schulz erstellen willst.
Weiterhin existieren eine Vielzahl von unwirksamen Klauseln.
Hierauf muss ich nicht genauer eingehen, denn diese sind ja unwirksam. Insofern Sie gegen geltendes Recht verstoßen, so greifen die gesetzlichen Bestimmungen.
Neben der Datenschutzerklärung in einem Webshop rate ich jedem dringend ebenso, die AGB immer mittels eines Juristen zu erstellen und niemals auf eigene Faust oder mittels kostenloser Programme, welche eine Rechtssicherheit suggerieren!
Gerade jene, welche AGB prinzipiell nur überfliegen sollten sich dessen im Klaren sein.
Hinweise und Pflichtangaben für Webshops
Als letzten Punkt in diesem durchaus weitreichenden Beitrag möchte ich dich noch kurz auf die Themen Online-Streitbeilegung und Disclaimer hinweisen.
Die Online-Streitbeilegung ist eine Sonderform der Streitbeilegung (OS bzw. ODR = Online Dispute Resolution).
Du bist des englischen mächtig, wie Heman.
Sauber.
Eine Lösung finden für einen Streit.
Der Link selbst wurde sollte indes von der Seite entfernt werden.
Der Passus »Wir sind nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen« muss aber weiterhin auf der Website vorhanden sein.
Oder auch bereit dazu. Aber, wer ist das schon?

Der Disclaimer bzw. Haftungsausschuss findet sich auf den meisten Websites oder auch Shops.
Zumeist ist dieser jedoch wirkungslos und mitunter falsch formuliert bereits abmahnfähig.
Daher findest Du auch keinen mehr in meinem Impressum.
Prinzipiell gilt, das Internetseitenbetreiber grundsätzlich für die Inhalte Ihrer Website haften. Das beinhaltet eben auch Links.
Ein Webshop besteht schließlich nicht nur aus Produkten und einem Kaufen-Button.
Das wäre eher ein digitaler Verkaufsautomat.
Die technischen Grundlagen sind allerdings nur ein Teil des Gesamtprojekts.
Einen Überblick über den gesamten Weg von der ersten Planung bis zum laufenden Betrieb gibt der Beitrag E-Commerce aufbauen.
