Der richtige Marketing-Mix

Der Marketing-Mix aus einer anderen Perspektive. Im Blogbeitrag Strategie im E-Commerce habe ich bereits die »klassischen« 4P vorgestellt.
Nur nochmals zur Auffrischung. Diese stehen für Product, Price, Placement und Promotion.

Bis dato habe ich jedoch noch keinen tieferen Einblick in die Historie des Marketing-Mix gegeben. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen diesen Beitrag nochmals zu überarbeiten, um die Entwicklung über die letzten Jahrzehnte darzulegen. Ich weiß auch um das große Interesse vieler Menschen um das Thema Onlinemarketing.

Damit man sich jedoch in dieses komplexe Gebiet, voller unbekannter und neuer Begriffe, hineinfindet bedarf es an dieser Stelle immer den Grundlagen. In diesem Falle den Grundlagen einen Marketingmix auch im Hinblick eines Kommunikations-Konzept und dem Marketingplan dementsprechend anzuwenden. Aus diesem Grund auch hier nochmals der Einstieg in die 4P, welche folgende Komponenten beinhalten:

  • Product
  • Price
  • Placement
  • Promotion

Und auch die Reihenfolge dieser ist entscheidend. Die Grundlage bildet stets das Produkt bzw. die Dienstleistung (Sortimentspolitik), der Preis dann mittels der Preisstrategien (und dem dazugehörigen Service!) festgelegt. Das Placement bzw. die Platzierung gibt auch an, wie das Produkt oder die Dienstleitung zur Verfügung gestellt wird (Distribution), und die Aufgabe der Promotion ist es final, diese 3P zu kommunizieren.

Die 4P stammen von Jerome Mccarthy. 1960 aus dem Buch Basic Marketing. Es handelt sich dabei um Marketing-Grundlagen.

Es kamen neue Buchstaben hinzu. Ganze Wörter wurden aus diesen dann gebildet. Wie, bei der AIDA Formel oder Smart. Zurück zum Marketing-Mix.
Nach den 4P kamen die 5P, dann wurden es bereits 7.


Der 7P-Marketing-Mix

Der 7P Marketing-Mix erweitert den traditionellen 4P-Ansatz (Product, Price, Place, Promotion) um drei zusätzliche Elemente: People, Process und Physical Evidence.

  1. People: Mitarbeiter und deren Einfluss auf Kundenzufriedenheit. Es ist durchaus nachvollziehbar, das geschultes Personal den Vertrieb besser voranbringen kann. Menschen, welche sich mit der Corporate Identity des Unternehmens selbst identifizieren können und CRM (Customer-Relationship-Management) beherrschen. Werde dir auch klar das ist 1 von 100.

  2. Process: Abläufe und Prozesse, die zur Dienstleistungserbringung beitragen. Und das alles optimieren. Der KVP (Prinzipien der Industrialisierung). Weniger Zeit frü Prozesse – mehr Zeit für die Kunden. Customer Centricity. Hieran scheitern jedoch die meisten Unternehmen. Umständliche Prozesse verhindern das Maximum an Kundenorientierung.

  3. Physical Evidence / Facilities: Physische Indizien, die die Qualität und Existenz eines Produkts oder einer Dienstleistung bestätigen. Hierbei geht es um die Darstellung oder auch Außenwirkung. Denke an die ersten 2 P. Produkt und Preis… Im Bereich Handelsfachwirte würde das am ehesten den Visual Merchandising zugeordnet werden können.

Kurz und knapp: Diese Erweiterung hilft Unternehmen, ihre Marketingstrategien umfassender und kundenorientierter zu gestalten.


Alles Verstaubt – wie die Pyramiden

Auch die 7P im Marketing-Mix haben indes bereits schon lange ausgedient. Verstaubt, wie die Pyramiden.

( Marketing mix 4p 4c – 4p vs 4c – marketing mix 4p vs 4c )

Marketing-Mix Abbildung Pyramiden


Die 4C als Marketing-Mix

Baue für das SEO hier nun erst einmal wieder eine kleine Liste mit Punkten. Das mögen die Suchmaschinen sehr. Der Text wird übersichtlicher und besser lesbar.

  1. Customer Solution (Kundennutzen): Statt das Produkt in den Vordergrund zu stellen, wird der Fokus auf die Lösung eines Problems oder die Erfüllung eines Bedürfnisses des Kunden gelegt. Wir verkaufen keine Produkte! Wir verkaufen Emotionen, Wünsche oder auch Bedürfnisse.

  2. Cost to the Customer (Kosten für den Kunden): Hierbei wird nicht nur der Preis betrachtet, sondern alle Kosten, die dem Kunden durch den Kauf und die Nutzung des Produkts entstehen. Kostenlos hat viele Bedeutungen. Hin und wieder entstehen dabei auch Kosten.

  3. Convenience (Bequemlichkeit): Es wird darauf geachtet, wie einfach und bequem es für den Kunden ist, das Produkt zu erwerben und zu nutzen. Lieferung bis an die Wohnungstür und innerhalb von 3 Stunden ist beinahe zum Standard geworden. Wichtig ist die Bequemlichkeit.

  4. Communication (Kommunikation): Im Gegensatz zur einseitigen Promotion wird hier eine zweiseitige Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden betont, um Feedback und Interaktion zu fördern.

Die 4C gehen im übrigen auf Robert F. Lauterborn zurück. Scheint ein netter Typ zu sein…


Ich kann das kaum… Ernst bleiben beim Marketing-Mix. Es tut mir sehr leid. Alle, welche diesen Beitrag lesen und deren Erwartungshaltung an seriöse Informationen muss ich ab hier leider enttäuschen. Und Du Google. Die Suchmaschine wird diese Site schwer indexieren… oder gar ranken.

Aber die 4C habe ich auch in meinem Buch etwas anders dargestellt.


Consumer

Der Konsument, der Kunde. Man orientierte sich nun an diesem und dem Nutzen für ihn. Auch ohne etwas zu verkaufen, stand er nun im Zentrum. Nun steht er im Zentrum des Universums, der Verkäufer. Es geht um ihn! Kundenzentrierung ist auch so etwas Schönes. Vorher war er noch abgeschieden. Im Outback unterwegs und jetzt schon im Zentrum. Consumer klingt auch besser als Produkt. Er ist ja kein Produkt. Hin und wieder verhält er sich zwar wie ein Konsonant und spricht es nicht ungehindert aus.

Suchmaschine: Konsonant

Und der Mehrwert…

Dies ist eines der Zauberwörter der letzten Jahre. Das muss mehr wert sein. Mehr als es eigentlich wert ist. So viel Mehrwert. Der Kunde benötigt einen Mehrwert, sonst … Würde das gesamte Marketing weniger wert sein. Er bekommt die Wertschätzung ,die er braucht.

» Richtig viel … Richtig viel … «

Erläuterungen zum Buch:

Customer Centricity bzw. Kundenzentrierung ist in aller Munde. Ohne etwas zu verkaufen, stellt selbstverständlich Ironie dar. Ein Kunde bleibt immer der Abnehmer eines Produktes oder einer Dienstleistung. Konsonanten werden mit mehr Verengung im Stimmtrakt ausgesprochen als Vokale – daher nicht ungehindert. Und Mehrwert ist für mich einfach ziemlich ausgelutscht, wie auch Nachhaltigkeit, Personalisierung oder alles andere, was die Marketingpapageien so nachsprechen.

Das »Richtig viel…« stellt in meinem Buch ein Repetitio dar. Ich verwende es als Stilmittel, um bewusst die Satire zu betonen. Andere Beispiele im Buch: »Verstaubt, wie die Pyramiden.«


Cost

Die Kosten, welche dem Kunden in Summe entstehen. Also alle Kosten. Nicht nur die Anschaffung selbst. Das Add-On zum Add-On. Der Kunde kauft einen Herd. Er benötigt auch noch Strom. Der Herd hat ohne diesen keinen Wert. Mehr noch keinen Mehrwert. Ein Herd ohne Strom, ist wie ein Aquarium ohne Wasser. Das wäre Nonsens. So entleert. Daher Kostenkontrolle! Kontrolliere die Kosten in Summe. Summiere, Addiere und Multipliziere.

»Rechne nach. Ist a² + b²= c² ?«

Oder hat hier ein Verkäufer nur auf dicke Hose gemacht? Dir eine Hose verkauft, die nicht das Material besitzt. An einem Herd ohne Strom wird auch nicht warm. Und dann, wenn es glatt ist und ums nackte Überleben geht. Ohne Hose. Bilde dich weiter.

Suchmaschine: Customer Lifetime Value

Darstellung der Kosten anders:

Wieder ein Moment beim Schreiben des Buches… an welchem ich mir vor lauter Lachen gekringelt habe. Der Witz mit dem Nonsens und dem Aquarium ist einfach flach und Nonsens. Ohne Inhalt – aber mit Bezug zum Strompreis. Den Satz des Pythagoras verwende ich mehrfach. Die KPI CLV – der Customer Lifetime Value stellt den Kundenwert über die gesamte Geschäftsbeziehung dar und spielt direkt auf den Wert an.

Kunden sind nur dann etwas wert, wenn Sie auch Geld bei dem Verkäufer lassen. Ganz pragmatisch stimmt das auch. Sicherlich gilt es auch, nicht monetäre Faktoren in Betracht zu ziehen… Unter dem Strich lebt der Vertrieb aber weniger von Worten.


Convenience

Die allen bekannte Bequemlichkeit. Ich hatte diese fast vergessen und erst nach erneuten Lesen gefunden. Ich denke, ich war einfach zu bequem. Macht es euch also auch bequem. Beim Lesen dieses Buches, beim Spielen am PC und beim … Stopp! Das geht ja gar nicht. Lesen und Spielen. Also entweder oder! Oder Entweder. Entweder Ihr lest nun oder Ihr spielt. Da kommt der Lehrer in mir raus. Wir bestellen ja gerade etwas von der Couch. Ziemlich bequem hier, oder?

Muss man auch nicht ganz so viel nachdenken, wie auf einer Rolltreppe. Das rollt schon alles von selbst. Und die Pakete kommen auch an. Mit Tracking. Da sieht man alles. Und wenn der Fahrer mal Pause macht. Entschuldigung. Die Human Resources. Dann darf man das gern melden. Das ist wichtig. Es nun zu melden. Nicht lange darauf warten!

Sichert sofort euer Eigentum, auch wenn Ihr noch nicht im Besitz dessen seid. Sichert euch alles. Ihr habt dafür ja auch gespart! Die Goldgräber und auch die Sparfüchse.
Und ich auch. Ich melde es.

Bequemes Einkaufen:

Im Rahmen des 4C-Marketingmix ersetzt Convenience das P für Placement. Daher gibt es auch Convenience Food. Mit der Rolltreppe spiele ich wieder auf das Buch „Denken mit George Orwell“ an oder eben Wall-E. Der Letzte räumt die Erde auf. Menschen sind träge und fettleibig und warten auf das nächste Paket, ohne auch nur einen Finger dafür krumm machen zu müssen. Das ist aus meiner Sicht bereits Realität.

Das Thema HR greife ich mehrfach auf. Wie an anderen Stellen kommuniziert, handelt das Buch auch von Arm und Reich. Von Gut und Schlecht. Es geht um die Elite und die unterdrückten Menschen. Darum verändert das Geld Menschen. Der Satz die Goldgräber und die Sparfüchse stellt in diesem Zusammenhang den Verkäufer und den Käufer auf eine Ebene. Jene, auf welcher beide Protagonisten des Buches gleichermaßen mittels der liquiden Mittel meinen, besser zu sein.


Communication

Keine Promotion. Keine unterschwelligen Werbebotschaften mehr. Empfehle niemand das Buch! Kommunikation ist wie …

… Magie.

Und sie beinhaltet ohne Fragen den Dialog. Ohne sich über etwas auszutauschen, wäre es ja ein Monolog. Ein Gespräch mit sich selbst. Fast schon Schizophrenie.
Aber das jetzt ist Sympathie. Kommunikation auf einem neuen Level im Onlinehandel. Auf einer anderen Ebene. Von einem anderen Universum und der Sparfuchs fühlt es auch. Es ist ihm bewusst und so viel Mehrwert …

Er betrachtet es aus einer ganz anderen Perspektive. Jetzt fühlt man sich etwas sicherer. Wenn man es gelesen hat und versteht. Das verdreht sich. Man muss es alles abspeichern. Und schützen. Am besten mit einer Multi-Faktor-Authentifizierung.

4P vs. 4C:

Promotion wurde zu Communication. Kommunikation klingt immer wohlwollend. Besser als Werbung! Das möchten die wenigsten. Schizophrenie ist ein Gedicht aus meinem Buch. Im Hörbuch findet Ihr es ganz am Anfang… Eventuell gehe ich an einer anderen Stelle genauer darauf ein. Gedichte sind noch komplexer als einfach Zeilen. Immerhin sollten die Reime auch noch einen Sinn ergeben.

Multi-Faktor-Authentifizierung stelle ich eine Verbindung zum Anfang des Meisterwerkes her und dem Verkäufer, welcher seinen Reichtum in jedem Falle schützen möchte.


Vom Verkäufermarkt zum Käufermarkt

Ihr sehr, das der Marketing-Mix mit der Zeit angepasst wurde. Daneben rutschten auch die Themen Kundenzentrierung (Customer Care) immer mehr in den Fokus der Unternehmen. Es ist plausibel, das die Kunden die Existenzgrundlage eines jedem Unternehmens darstellen. Gerade im Käufermarkt (Monopolisten wie mich außen vor), gilt es den Bedürfnissen der Kunden in jeder Hinsicht gerecht zu werden.

Am besten Ihr schaut auch mal in den Beitrag: Die 4K im Marketing.

Rolltreppe


Halten wir also fest, die Grundlagen des bilden die 4P (Strategie im E-Commerce). Diese wurden um 3 weitere Dinge erweitert und daraus entstand im Anschluss dann 4C. Doch damit nicht genug. Es folgte SAVE. Eine weitere Stufe des Marketingmix.

Die Grundlagen des Marketingmix sind für die AP2 von hoher Relevanz. Bitte nur bis 4P lesen. Alles andere ist Schriftstellerei.

The right marketing mix.
From 4P to 4C.

Foto(oben und unten): Pixabay / Pixabay Lizenz (Frei)

Onlinehandel Buch von Stefan Noffke

Onlinehandel.

Von Goldgräbern und Sparfüchsen.

Ist im Internet und im Buchhandel erhältlich.

9 Kommentare zu „Der richtige Marketing-Mix“

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