Big Data und Data-Mining.
In der dynamischen Welt des E-Commerce spielt Big Data eine entscheidende Rolle. Unternehmen nutzen riesige Datenmengen, um ihre Geschäftsstrategien zu optimieren, Kunden besser zu verstehen und den Umsatz zu steigern. Doch was genau bedeutet dies im Kontext des Online-Handels und wie können E-Commerce-Unternehmen davon profitieren?
Was ist Big Data?
Big Data bezieht sich auf die Verarbeitung und Analyse enormer Datenmengen, die zu groß und komplex sind, um mit herkömmlichen Datenverarbeitungsanwendungen bewältigt zu werden. Diese Daten stammen aus verschiedenen Quellen wie sozialen Medien, Transaktionsdaten, Sensoren und sogar Internet-of-Things (IoT)-Geräten.
Die vier Dimensionen
- Volume – Damit ist nicht die Lautstärke gemeint. Nein, es beschreibt den Umfang der Daten.
- Velocity – Die Geschwindigkeit, mit welcher diese generiert und übertragen werden. Höher, schneller und weiter!
- Variety – Gibt die Bandbreite dieser an und die Quellen.
- Veracity – Und hierbei handelt es sich um die Echtheit.
Ein kleines Add-on muss es auch hier geben. Weitere Dimensionen sind:
- Value – Wie in der Save Formel benötigen wir einen Wert. Den Wert. Mehrwert für Unternehmen durch deine Daten.
- Validity – Zu dt. die Validierung, also die Richtigkeit dieser. Hat Max wirklich Interesse an den pinken Tanga fragt sich der Anbieter.

Vorteile von Big Data im E-Commerce
- Personalisierung: Durch die Analyse von Kundenverhalten und Präferenzen können Online-Händler personalisierte Empfehlungen und maßgeschneiderte Angebote erstellen. Dies führt zu einer höheren Kundenzufriedenheit und steigert die Conversion-Rate.
- Lagerverwaltung: Es ermöglicht eine präzisere Vorhersage der Nachfrage. Somit können Lagerbestände effizienter verwaltet werden. Dies reduziert Lagerkosten und minimiert das Risiko von Überbeständen oder Engpässen.
- Preisgestaltung: Mit dynamischen Preisstrategien (Dynamic Pricing) ist es möglich Preise durch Echtzeit-Datenanalysen innerhalb von kurzen Zeiträumen zu optimieren. E-Commerce-Unternehmen können Preise basierend auf Nachfrage, Konkurrenzpreisen und anderen Faktoren anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
- Betrugsprävention: Durch die Analyse von Transaktionsdaten werden verdächtige Aktivitäten frühzeitig erkannt und Betrugsversuche besser verhindert. Dies schützt sowohl das Unternehmen als auch die Kunden.
- Marketing-Optimierung: Es hilft dabei, die Effektivität von Marketingkampagnen zu messen und zu verbessern. Unternehmen können Zielgruppen genauer segmentieren und Werbemaßnahmen gezielter einsetzen, um den ROI zu maximieren.
Wie wird Big Data zu Smart-Data?
Nun, da wir wissen, was Big Data ist, welche Dimensionen es besitzt und auch einige Vorteile erforscht haben, sollten wir uns Gedanken darüber machen, was wir nun mit diesen ganzen Datenmengen anfangen können.
Lediglich große Datenmengen helfen uns an dieser Stelle nicht weiter. Diese Informationen müssen sozusagen entsprechend aufbereitet werden, damit diese Informationen auch gewinnbringend eingesetzt werden können. Das Verfahren, welches hierzu angewendet wird, nennt sich Data Mining.
Data Mining liefert aus den großen Datenmengen wichtige Informationen. Mittels KI ist es zudem noch einfacher geworden, Muster und Strukturen innerhalb von Big-Data zu ermitteln. Als Ergebnis werden mittels Data Mining aus Big Data brauchbare Informationen generiert. Diese werden als Smart Data bezeichnet.
Herausforderungen und Lösungen
Die Implementierung von Big Data im E-Commerce bringt auch Herausforderungen mit sich. Der Datenschutz und die Datensicherheit sind zentrale Anliegen, die nicht vernachlässigt werden sollten. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die Datenschutzgesetze einhalten und robuste Sicherheitsmaßnahmen implementieren.
Eine weitere Herausforderung ist die Integration und Analyse der Daten. Hier kommen spezialisierte Tools und -Technologien ins Spiel, die es ermöglichen, Daten effizient zu verarbeiten und wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen.
Big Data revolutioniert den E-Commerce, indem es Unternehmen ermöglicht, datengetriebene Entscheidungen zu treffen und ihre Geschäftsprozesse zu optimieren. Durch die Nutzung von Big Data können Online-Händler nicht nur ihre Effizienz steigern, sondern auch ein besseres Kundenerlebnis bieten und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.
E-Commerce-Unternehmen, die die Potenziale von Big Data erkennen und nutzen, sind gut positioniert, um in der schnelllebigen digitalen Wirtschaft erfolgreich zu sein.
Eigene Gedanken zu Big Data
Big Data im Internet. Der große Bruder beobachtet dich. Eure persönlichen Daten im Internet. Informationen sind Gold wert. Gerade im heutigen Zeitalter. Dem des Onlinehandels. Georg Orwell hat es schon vor Jahrzehnten in seinem Roman 1984 thematisiert. Die Erstausgabe des Buches erschien im Juni 1949. 35 Jahre vor meiner Geburt. Eines der besten Bücher, welches ich jemals gelesen habe. Und auf welches ich auch immer wieder zurück komme.
Beschäftigen wir uns aber weiter mit Big Data.
Dieser Begriff stammt aus dem Englischen. Übersetzt würde es große Daten oder Massendaten heißen. Gehen wir der Sache weiter auf den Grund. Bis wir auf Wasser stoßen. Oder deine persönlichen Vorlieben, Max Mustermann. Deine Telefonnummer, deine Internet-IP, deinen verwendeten Browser usw. Auch deine Daten Max finden wir. Da bin ich mir sehr sicher.
Wir könnten jetzt noch Stumpf aus einer Enzyklopädie alle weiteren Bedeutungen übernehmen (Dimensionen von Big Data). Du und ich (wir) machen es aber anders…
Big Data beinhaltet u.a. die Verletzung von Persönlichkeitsrechten von Max. Die zunehmende Intransparenz seiner Daten. Den durch den Zugriff auf die Daten entstehenden Wettbewerbsvorteil von Unternehmen. Personalisierte Werbung darf dabei nicht fehlen. Max konnte sich für den Roten entscheiden. Pink kam also dich nicht infrage. Schauen wir uns einen interessanten Aspekt an.
Woher kommen denn diese Daten?
Zum Beispiel, wenn Max einkaufen geht. Er gehört schon zur Generation Z. Er zahlt nicht mehr in Bar. Warum auch? Er hat immer sein Smartphone dabei und nutzt NFC. Der Transfer der Zahlung ging sehr rasch. Auch seiner Daten. Es ist nicht wirklich Transparent für Ihn. Das macht aber nichts.
r geht in den Park und macht ein Foto. Mit seinem gerade gekauften Smartphone. Damit Max und alle andern später noch wissen, wo er war, nutzt er GPS. Auf Geofencing werden wir erst später kommen. Er setzt sich auf eine Bank und schaut in sein Facebook Profil. Das Angebot für Unterwäsche interessiert ihn nicht. Er scrollt einfach weiter. Er geht den gesamten Newsfeed durch. Von oben nach unten. Schaut mal auf den Link da links. Da, wo der Daumen rechts ist. Das geht zwar etwas das Video. Max hatte es aber nicht in seinem Verlauf. Schade. Da ploppt eine Anzeige auf für eine Smartwatch. Die bestellt es sich. Er ist sportlich und daher benötigt er diese.
Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Er teilt auch gleich den Link mit seinen Freunden im sozialen Netzwerk. Kostenlos versteht sich. Max ist nun müde. Er geht nach Hause. Sein zu Hause ist ziemlich smart. Er kündigt sich verbal bereits an. „Ich komme nach Hause“. Das Internetradio spielt seinen Lieblingspodcast von Stefan Noffke.
Sein Kühlschrank hat bereits den Lebensmitteleinkauf erledigt. Jetzt hat er wieder Zeit, um sich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen. Er mag Geschichten. Er liest das Buch von Onlinehandel – dem Goldgräber und dem Sparfuchs.
Ich hoffe dieser kleine Beitrag hat euch gefallen. Schaut auch in die Rubrik Onlinevertrieb.

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