Customer care – Kundenzentrierung

Customer care - Kundenzentrierung

Customer Care ist mehr als Kundenservice.

Es geht nicht nur um die Beantwortung von Anfragen, sondern um eine konsequent kundenzentrierte Ausrichtung aller Prozesse entlang der Customer Journey.

Kundenzentrierung bedeutet:

  • Bedürfnisse verstehen, bevor Probleme entstehen
  • Prozesse so gestalten, dass sie aus Kundensicht logisch sind
  • Kommunikation klar, transparent und lösungsorientiert führen
  • langfristige Beziehungen aufbauen statt kurzfristige Abschlüsse zu forcieren

Kundenzentrierung beginnt nicht im Support.

Er beginnt beim Geschäftsmodell.

Customer care - Kundenzentrierung

Kundenservice vs. Customer Care

Kundenservice reagiert.

Customer Care agiert.

KundenserviceCustomer Care
ReaktivProaktiv
ProblembehebungBeziehungspflege
TicketorientiertKundenerlebnisorientiert
AbteilungsdenkenGanzheitlicher Ansatz

Ein Unternehmen kann guten Service bieten und trotzdem nicht kundenzentriert sein.

Kundenzentrierung zeigt sich vor allem dort, wo noch kein Problem entstanden ist.

Kundenzentrierung entlang der Customer Journey

Es betrifft jede Phase.

Kundenzentrierung beginnt bereits vor dem ersten Kaufkontakt. Wer die einzelnen Phasen seines Sales Funnels strukturiert analysiert, erkennt schnell, an welchen Stellen Informationslücken oder unnötige Reibung entstehen.

Vor dem Kauf

  • Transparente Informationen
  • Klare Nutzenkommunikation
  • Realistische Erwartungen

Während des Kaufs

  • Verständliche Prozesse
  • Einfache Navigation
  • Reibungslose Checkout-Struktur

Nach dem Kauf

  • Klare Bestellbestätigung
  • Transparente Kommunikation
  • Erreichbarkeit bei Fragen
  • Strukturierte Reklamationsprozesse
  • Retourenmanagement

Gerade im E-Commerce entscheidet die Phase nach dem Kauf über Wiederkäufe.

Messbare Kennzahlen im Customer Care

Kundenzentrierung ist kein Bauchgefühl.

Sie lässt sich messen.

Typische Kennzahlen:

  • Kundenzufriedenheit
  • Wiederkaufsrate (auch durch den NPS Net Promotore Score)
  • Antwortzeit
  • Lösungsquote beim Erstkontakt (First Call Resolution)
  • Retourenquote
  • Abbruchquote im Checkout

Wichtig ist nicht die einzelne Kennzahl, sondern das Zusammenspiel.

Organisatorische Voraussetzungen

Kundenzentrierung ist kein Tool.

Es ist eine Haltung.

Typische strukturelle Voraussetzungen:

  • Klare Zuständigkeiten
  • Dokumentierte Prozesse
  • Saubere interne Kommunikation
  • Schulung im Umgang mit Kunden
  • Schnittstellen zwischen Marketing, Vertrieb und Support

Wenn Abteilungen isoliert arbeiten, leidet die Kundenerfahrung.

Häufige Fehler bei der Umsetzung

  1. Kundenzentrierung nur als Marketingbegriff nutzen
  2. Support personell unterbesetzen
  3. Prozesse aus interner Perspektive entwickeln
  4. Rückmeldungen nicht systematisch auswerten
  5. Automatisierung ohne klare Struktur einsetzen

Automatisierung kann Kundenzentrierung unterstützen.
Sie ersetzt ihn nicht.

Customer Care im E-Commerce

Im digitalen Handel sind die Kontaktpunkte oft indirekt.
Deshalb müssen Strukturen besonders klar sein:

  • verständliche Produktinformationen
  • transparente Lieferzeiten
  • einfache Retourenabwicklung
  • klare Kommunikation bei Verzögerungen

Je weniger Reibungspunkte, desto höher die Kundenbindung.

Kundenzentrierung ist kein zusätzlicher Kostenfaktor.

Er ist ein strategischer Erfolgsfaktor.

Kundenzentrierung entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch konsequente Ausrichtung des Unternehmens auf die Perspektive des Kunden.

Wer Customer Care ernst nimmt, reduziert langfristig Kosten, erhöht die Loyalität und stärkt die eigene Marktposition.

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